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COVID-19 und Erasmus

Bereits im Juni 2020 hat das Auswärtige Amt die Reisewarnung für Europa als Ganzes zugunsten länderspezifischer Reisehinweise aufgehoben. Seither sind die innereuropäischen Grenzen weitestgehend offen. Damit kehren allerdings weder in Deutschland noch in den Erasmus-Programmländern alle Hochschulen zum Regelbetrieb zurück. Viele unserer europäischen Partnerhochschulen haben sich dazu entschlossen, auch im akademischen Jahr 2021/22 einen Mix aus Präsenz- und Online-Lehrveranstaltungen anzubieten, wobei der Fokus nun wieder deutlicher auf Kursen in Präsenz liegt – solange es die Corona-Pandemie erlaubt.

Physische und/oder virtuelle Mobilität

In Anbetracht dieser Entwicklung ist es erstmals im Erasmus-Programm möglich, dass Studien- oder Praktikumsaufenthalte im Ausland auch als virtuelle oder "Blended Mobility" Lernerfahrungen begonnen und unterstützt werden. Die finanzielle Förderung der Mobilität durch das Erasmus-Mobilitätsstipendium setzt allerdings erst mit dem Zeitpunkt der Reise ins Gastland ein, sei es zum Präsenz- oder Online-Studium. Das bedeutet, dass Sie für die Zeit, während der Sie noch von Deutschland/Ihrem Heimatland aus an den Lehrveranstaltungen der ausländischen Gasthochschule online teilnehmen, keine finanzielle Förderung erhalten, da keine zusätzlichen Kosten anfallen.

Wenn es möglich ist, sollte auf eine Phase der virtuellen Mobilität an der Gasthochschule im Ausland eine physische Mobilität im Ausland mit der vorgegebenen Mindestdauer von 90 Tagen (für Auslandsaufenthalte, die im WiSe 2021/22 starten) bzw. 60 Tagen (für Aufenthalte, die im SoSe 2022 starten) folgen. Sofern jedoch weiterhin Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie bestehen, kann die physische Mobilitätsphase verkürzt oder gestrichen und durch eine Verlängerung der virtuellen Mobilitätsphase ersetzt werden. Auch Unterbrechungszeiten zwischen der virtuellen und der physischen Mobilitätsphase sind zulässig.

Virtuelle Mobilitätsphasen im Heimatland im Zuge einer Blended Mobilität zählen nicht zum Erasmus-Kontingent von 12 Monaten pro Studienzyklus. Dies gilt nicht für virtuelle, finanziell geförderte Mobilitäten im Rahmen einer Fortführung einer physisch abgebrochenen Mobilität oder im Rahmen einer virtuellen Mobilität im Gastland. Sobald die physische Mobilitätsphase beginnt (erster Tag, an dem Sie im Gastland Ihre Aktivität aufnehmen), sind Sie berechtigt, den regulären Zuschuss für den Auslandsaufenthalt zu erhalten.

Ist es aus coronabedingten Gründen nicht möglich, eine Aufenthaltslänge von mindestens 90 Tagen (für Auslandsaufenthalte, die im WiSe 2021/22 starten) bzw. 60 Tagen (für Aufenthalte, die im SoSe 2022 starten) einzuhalten, bitte mit uns Kontakt aufnehmen, sobald sich eine Verkürzung andeutet, und die Situation schildern. Es können Ausnahmeregelungen getroffen werden, wenn sich die Bedingungen vor Ort z.B. durch komplette Lockdowns o.ä. deutlich verschlechtert haben.

Erasmus in einem Corona-Risikogebiet

Einige Partnerhochschulen der RUB befinden sich an Orten, die z.Zt. offiziell vom Auswärtigen Amt als Corona-Risikogebiete ausgewiesen wurden: Webseite des Robert-Koch-Instituts.

Überlegen Sie sich deshalb sehr genau, ob Sie den Auslandsaufenthalt weiterhin wie geplant antreten möchten. Bitte informieren Sie sich vor dem Antritt des Auslandsaufenthalts auf der Seite des Auswärtigen Amtes über die aktuelle Situation im Gastland. Für den Fall, dass Sie tatsächlich ausreisen, möchten wir Sie darum bitten, sich in die Elefand Liste des Auswärtigen Amtes einzutragen (dies ist leider nur für deutsche Staatsangehörige möglich). Sollten Sie während des Auslandsaufenthaltes konsularische Hilfe und Unterstützung durch deutsche Auslandsvertretungen im Notfall benötigen, kann das jeweilige Konsulat/die jeweilige Botschaft Sie und ggf. Angehörige im Inland schnell kontaktieren.

Bitte verwahren Sie im Falle einer Ausreise ins Gastland alle Reisebelege bis zum Abschluss der Mobilität. Sollten Sie den Aufenthalt kurzfristig abbrechen und nach Deutschland zurückkehren müssen und es u.U. schwierig werden, von der Gasthochschule eine Confirmation of Stay/Transcript of Records zu erhalten, können Sie uns anhand der Reisebelege nachweisen, dass Sie tatsächlich im Ausland waren.

Versicherungsschutz

Wir weisen Sie darauf hin, für den Auslandsaufenthalt für ausreichend Versicherungsschutz zu sorgen. Sie sollten insbesondere darauf achten, dass über Ihre Versicherung Leistungsschutz bei Ausreise in Gebiete mit einer Reisewarnung und in Pandemiefällen besteht.

Rückkehr nach Deutschland

Seit 01.08.2021 gilt eine generelle Nachweispflicht für Einreisende unabhängig von der Art des Verkehrsmittels und unabhängig davon, ob ein Voraufenthalt in einem Hochrisiko- bzw. Virusvariantengebiet stattgefunden hat. Personen ab 12 Jahren müssen grundsätzlich bei Einreise über ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis verfügen. Daneben sind bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland nach einem Aufenthalt in einem ausländischen Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet eine spezielle Anmelde-, Nachweis- und Quarantänepflicht zu beachten. Bei Einreise aus Virusvariantengebieten gilt – vorbehaltlich sehr eng begrenzter Ausnahmen – ein Beförderungsverbot für den Personenverkehr per Zug, Bus, Schiff und Flug direkt aus diesen Ländern.

Wie sich die Regelungen zu Tests und ggf. Quarantäneanforderungen weiterentwickeln, können Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Gesundheit verfolgen.

Stand: 04.10.2021

Bildliche beispielhafte Darstellung eines Dokuments.
Erasmus-Studium Europa
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