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Forschervisum

Das sogenannte „Forschervisum“ beziehungsweise die Aufenthaltserlaubnis „Forscher“ (§ 20 Aufenthaltsgesetz) berechtigt zur Ausübung der Forschungstätigkeit bei der in der Aufnahmeverienbarung genannten Forschungseinrichtung und zur Ausübung von Tätigkeiten in der Lehre.

Der neue Aufenthaltstitel soll die Einreise und den Aufenthalt von Forschern aus Nicht-EU-Staaten erleichtern, die einen Aufenthalt von mehr als drei Monaten in Deutschland planen, die Verfahren beschleunigen und die Mobilität innerhalb der EU erleichtern. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter: Euraxess

Abschluss von Aufnahmevereinbarungen

Voraussetzung für die Erteilung des Forschervisums nach § 20 ist der Abschluss einer Aufnahmevereinbarung zwischen dem ausländischen Forscher und einer Forschungseinrichtung in Deutschland. Die Ruhr-Universität ist seit Dezember 2010 befugt, die Aufnahmevereinbarungen mit den Forschern abzuschließen.

Unter Vorlage dieser Aufnahmevereinbarung kann der Wissenschaftler bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung ein Visum für Forscher beziehungsweise bei der zuständigen Ausländerbehörde eine Aufenthaltserlaubnis „Forscher“ beantragen.

Voraussetzungen

Eine Aufnahmevereinbarung kann nur wirksam abgeschlossen werden wenn:

  1. feststeht, dass das Forschungsvorhaben durchgeführt wird,

  2. feststeht, dass der Wissenschaftler geeignet und befähigt ist, das Forschungsvorhaben so durchzuführen, wie es in der Aufnahmevereinbarung dargelegt ist. Hierfür muss er in der Regel über einen Hochschulabschluss verfügen, der den Zugang zu Doktoratsprogrammen ermöglicht,

  3. der Lebensunterhalt gesichert ist.

Zu Punkt 3: Für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 20 des Aufenthaltsgesetzes gilt der Lebensunterhalt eines Ausländers derzeit ohne weitere Prüfung als gesichert, wenn dieser über einen Nettomindestbetrag in Höhe von 1.843,33 Euro monatlich verfügt.

(Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Stand: März 2014)

Vorteile

  • Die Aufnahmevereinbarung reicht für den Antrag des Aufenthaltstitels als Nachweis der Beschäftigung an der Universität aus. Das heißt, es ist weder ein Einladungsschreiben noch die Vorlage des Arbeitsvertrags bei den Behörden notwendig.

  • Der Forschertitel nach § 20 bringt dem Gast Vorteile durch eine Sonderstellung im Ausländerrecht (z.B. schnellere Antragsverfahren, Vorteile bei der innereuropäischen Mobilität, keine Arbeitsmarktprüfung, keine Zustimmung der Ausländerbehörde im Visumsverfahren, Vorteile bei Nachzug und Beschäftigung von Ehegatten).

Aufnahmevereinbarungen an der RUB

Lehrstühle, die einen ausländischen Forscher aufnehmen wollen, wenden sich zur Unterzeichnung einer Aufnahmevereinbarung bitte an Dezernat 3 (für Forscher mit Vertrag) beziehungsweise an das Welcome Centre / International Office (für Stipendiaten). Nach Prüfung und Unterzeichnung schickt die zuständige Stelle die Aufnahmevereinbarung direkt an die im Formular angegebene Adresse des internationalen Wissenschaftlers. Bei Angabe einer Faxnummer schicken wir sie dem Gast auch gerne vorab per Fax zu.

Welcome Centre


Angeklickt

"Ihr Europa - Beratung"

Beratungsdienst der Europäischen Kommission zu EU-rechtlichen Angelegenheiten in den Bereichen Leben, Arbeiten und Reisen in der EU.

Ansprechpartnerinnen

International Office

Pamela Domke
SSC 1/260
Tel: +49 (0) 234 32-27452
Email: pamela.domke@uv.rub.de


Claudia Feisel
Ansprechpartnerin Dezernat 3, Personalangelegenheiten
UV 2/0272
Tel: +49 (0) 234 32-27907
Email: Claudia.Feisel@uv.rub.de

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